Beschreibende Grafik- oder Bildunterschrift.

Textfeld: Samstag

Heute ging es also nach Slowenien.
Das Wetter hatte sich gebessert! Eitel Sonnenschein (auch der Herbst hat schöne Tage). Fisch meinte, er Gösta und Mike würden gegen 13:00 auf unserer Höhe sein, so dass wir noch vormittags Zeit hatten. Klettern lohnte sich nicht mehr. Eh so ein Tross von 15 Braunschweigern (kann man allerdings auch bei anderen Bevölkerungsgruppen beobachten) in Bewegung kommt, ist es fast Mittag.
So schauten wir uns noch in Pottenstein um und dann fuhren wir noch mit der Sommerrodelbahn. Das muss sein, wenn man einmal hier ist.
Die Fahrt verlief recht gut. Wir trafen uns mit den anderen drei in einem Gasthof hinter München. Das Wetter hatte sich gänzlich gewandelt. Es hatte seit München Dauerregen eingesetzt. Ich kann es gleich vorweg nehmen, die Hoffnung auf gutes Wetter auf der anderen Seite der Alpen wurde enttäuscht. Es regnete bis zum Zeltplatz! Sag ich doch – Dauerherbst!
Vor einem Tunnel gab es noch ca. eine Stunde Stau, die wir aber gut überbrückten. Trotz des Regens setzte eine spontane Stauparty ein.
Wir kamen spät abends in Laze im Speocamp an. Anfangs waren wir unentschlossen, ob wir hier bleiben sollten. Wir wären die einzigen Gäste. Ein Blick in die Hütte und in die Dusche (warmes Wasser!) überzeugten uns dann schnell. Die Hütte war urgemütlich, mit einem Kochherd (Holzfeuerung), den wir dann auch fleißig anheizten. Erik legten wir hier gleich schlafen und auf Grund des schlechten Wetters bauten wir die Zelte auch nicht mehr auf, sondern legten uns auch in der Hütte schlafen.
Der Besitzer Franc erwies sich als sehr netter Mensch und ließ uns als Speleologen  durchgehen, Touristen wollte er hier nicht! Er war früher auch in Höhlen rumgekrochen, nun hatte er aber vor Allem arbeitsmäßig so viel zu tun, dass er nicht mehr dazu kam.
Wettermäßig hatten wir die schlimmsten Vorahnungen und Gösta rief schon Durchhalteparolen aus.

Samstag: Fahrt nach Slowenien:

 

Regen von München bis zum Zeltplatz. Stau vor dem Tauerntunnel in Österreich. Aber es kam kein Unmut auf. Im Gegenteil, gute Gelegenheit für eine spontane Stauparty. Das Wetter konnte ja nur besser werden.

Slowenien 2004

 

 

 

Entladen auf dem Camp. Es war noch regensichere Kleidung angesagt. Das änderte sich aber und wir hatten eigentlich fast die ganze Woche gutes Wetter.

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

Sonntag:

 

Die Nacht in der Hütte hatten wir gut verbracht. Mike und Gösta fuhren einkaufen und erkundeten noch die Planinsko Polje. Eine Polje ist eine Art Aue, die mal komplett als See und mal als Graslandschaft zu sehen ist.

Unsere Polje war gerade so ein Zwischending Der Fluss Unica war gerade wie im Hochwasser befindlich. Wir machten später dort noch eine hübsche Bootstour.

Fisch, Erik und ich erkundeten die Höhlen um das Dorf herum. Von der netten Wirtin in Laze ließen wir uns den Weg zur Mackovica Jama zeigen. Sie sprach gut englisch. Nach einigen Irren fanden wir dann die Höhle. Sie lag direkt in einer Doline und hatte ein recht großes Eingangsportal. Auf dem Cave Walk fanden wir dann noch die Stota Jama. Allerdings war der Cave Walk in der Karte irgendwie falsch eingetragen.

Textfeld: Gösta hatte vier Boote im Baumarkt gekauft, mit denen wir den Fluss entlangschipperten. Das Bächlein Unica ist ja nach Niederschlagsmenge See, Bach oder ganz verschwunden.

Montag:

Heute kam der von uns erwartete „Höhlenmensch“  Heiko an. Er kannte sich mit Höhlen allgemein aus und war auch schon mal kurz hier gewesen. Er kam früh um 7:00 Uhr und da er uns nicht wecken wollte, sorgte er für frische Brötchen. Frühstück im Freien bei schönsten Sonnenschein ! Dann gings in die Planinsko Polje zum Geologieunterricht.

jakovica.JPG (59148 bytes)

Eine Polje ist eine Art Aue, die das Wasser in regenreichen Zeiten auffängt. Die Abflüsse haben nur eine bestimmte Kapazität. Wenn diese überschritten ist, wird der Rest in der Polje aufgefangen und es entsteht zeitweise ein See von 15 Metern Tiefe. In unserem Fall hatte die Polje gerade die Form eines Baches angenommen. Der Abfluss erfolgte an mehreren Stellen, teilweise leise, das Wasser versickert nur, teilweise aber auch in Siphons mit großem Strudel und entsprechendem Getöse. Der Bachlauf muss vor Kurzem noch eine Wiese gewesen sein, denn im Bachbett wuchs noch Gras und Blumen blühten.

Durchgefroren war nun erst einmal Mittag im Camp angesagt. Es schien zwar die Sonne, aber es war trotzdem recht kühl. Nachmittags führte uns Heiko dann in das Höhlengebiet um den Fluss Rak. Wir besichtigten die Tkalca Jama und die Zelske Jama. In  die Tkalca Jama verschwand der Rak mit ordentlichen Getöse und taucht dann erst 3 km weiter in der Planinska Jama wieder auf, wo er sich dann unterirdisch  mit der Pivka zur Unica vereint, auf der wir heute Vormittag in der Polje entlanggeschippert sind. Die Zelske Jama besteht aus einem riesigem Einsturzloch, über dem eine natürliche Brücke verläuft.

 

In dieser Höhle verschwindet der Rak mit lautem Getöse um dann in der Planinska Jama wieder zum Vorschein zu kommen.

Textfeld: Die Zelske Jama 
Besteht aus einem riesigen Einsturz, über dem eine natürliche Brücke stehen geblieben ist. Fisch und Erik seilten sich hier aus 50 Metern Höhe ab.

Tkalca Jama

Dienstag:

 

Heute ging ich früh eine ¾ Stunde Laufen. Dann holten wir mit Heiko frische Baguette und erkundeten die Möglichkeit, in die Planinska Jama hineinzukommen. Wir trafen uns hier 13:00 mit einem älteren Führer, der uns durch diese Höhle führte. Die Höhle war früher als Schauhöhle ausgebaut worden, dann aber aufgegeben. Diese Höhle war die Größte, die wir uns in Slowenien angescheut hatten. Man hatte den Eindruck, jemand hätte den kompletten Berg ausgehöhlt. Der Eintritt erfolgte durch eine riesige Eingangshalle, aus der der Fluß Unica austrat. Auch hier gab es vor der Höhle früher eine Sägemühle. Heute sind dort noch Generatoren zur Stromgewinnung.

Unser Mann hatte spezielle Lampen Marke Eigenbau für uns. Sie leuchteten wesentlich heller, als unsere Lampen, vor Allem weiter als die LED-Lampen. Für das große Höhlengewölbe war das notwendig, selbst die Kegel dieser Lampen reichten teilweise nicht bis an die Höhlendecke.

 

Gegen Abend stiegen Mike und Gösta noch in die Stota Jama ein, da sie sich ja am ersten Tag mit überirdischen Recherchen und Biertrinken unterhalten hatten.

In der Abend-Dämmerung gab es noch technisches Training mit Steigklemmen am Baum vor unserer Hütte. Das war gut für die folgende von Heiko vorgeschlagene Höhlentour.

Von der Felsbrücke seilten sich Fisch und Erik aus 50 Meter Höhe in das Innere der Höhle ab. Vorerst wollte Erik gar nicht, aber irgendwie muss es ihn dann doch gewurmt haben. Zwar hatte er sich beim Klettern schon sehr oft abgeseilt, aber nicht ohne Felswand in Fußnähe und 50 Meter sind ja auch recht hoch. Fisch schaute oben nach dem Rechten und ich passte unten auf das Seil auf, um es anzuziehen, falls Erik die Abseilacht loslassen würde. Das hätte sonst unmittelbar freien Fall zur Folge.

Man konnte aber auch zu Fuß in das Innere hingelangen. Das Innere war riesengroß. Früher gab es hier unten sogar mal eine Sägemühle. Die steinerne Brücke zeugt noch heute davon. Der Fluss Rak verschwindet hier mehrmals und fließt dann nach 2,5 km in die Tkalca Jama. Seitlich haben wir noch eine interessante Höhle entdeckt, die voll Wasser war.

Abends grillten wir uns noch ein paar Würstchen.

In der Höhle war ein ohrenbetäubendes Getöse zu hören. Es gab einen „Raum der Stille“, der eigentlich von nicht weit vom Hauptarm entfernt war. Dort war tatsächlich nichts mehr vom Fluss zu hören. Der Führer gab sich viel Mühe mit uns und führte uns etwas weiter als die „normalen Touristen“. Einen Grottenolm sahen wir leider nicht.

Es bestand die Möglichkeit, den Fluß Pivka in der Höhle mit Schlauchbooten zu befahren. Wir machten einen Termin für Freitag 07:00 mit einem anderem Guide aus. Ob die Fahrt stattfinden konnte, war allerdings noch ungewiss, weil bis dahin der Wasserspiegel noch um 20 cm. sinken musste. Wir wären ohnehin die erste Gruppe in diesem Jahr.

WeiterTextfeld: Abfluß der Unica, ein paar Tage nach unserer Tour. Am Tage unserer Bootsfahrt stand das Wasser bis zur Oberkante des Geländers. Am Tag der Bootsfahrt stand das Wasser an der Oberkante !
etpen="t" o:cliptowrap="t"> True True (``````````` (``````````` 0 345 2209800 3286125 image022.gif Textfeld: Abfluß der Unica, ein paar Tage nach unserer Tour. Am Tage unserer Bootsfahrt stand das Wasser bis zur Oberkante des Geländers. Am Tag der Bootsfahrt stand das Wasser an der Oberkante !